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Klinische Studie

Klinische Untersuchungen des Siwasch-Heilschlamms

Das Forschungsinstitut für medizinische Rehabilitation und Kurortwissenschaft in Odessa hat eine klinische Studie des Meeresschlicks aus dem nordwestlichen Teil der Meersbucht Siwasch (hier Heilschlamm) im Jahr 2004 durchgeführt und kam zu der folgenden Schlussfolgerung:

Durch eine vielseitige und zielgerichtete Analyse des Zustandes der Patienten mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates und des hepatobiliären Systems, aufgrund der klinischen, allgemeinen, speziellen Indikatoren und Geräteanzeigen, sowie anhand der Bewertung der Dynamik dieser Indikatoren nach der Durchführung der Peloidtherapie mit sulfidhaltigem Faulschlamm aus der Meeresbucht Siwasch wurden die Besonderheiten der Auswirkung der Peloidtherapie auf grundlegende pathogenetische Prozesse der Krankheitsentwicklung beobachtet.

Wie die durchgeführten Untersuchungen gezeigt haben, übt die Peloidtherapie eine ausgeprägte entzündungshemmende, analgetische Wirkung aus, verbessert den funktionalen Zustand von kranken Organen und Systemen. Dabei ist eine regenerierende Wirkung auf Zustand von Herzmuskel-Elektrogenese, Gelenke- und Wirbelsäulenbiomechanik, gallenabführende Funktion der Leber und Gallenblase, sowie eine immunmodulierende Wirkung der Peloidtherapie zu erkennen, was insgesamt zur Erzielung der positiven Ergebnisse bei Behandlung von Krankheiten und als Folge zur Erhöhung der Lebensqualität führt. Darüber hinaus ist es hervorzuheben, dass die Prozeduren bei Durchführung der Behandlung gut verträglich sind und eine deutliche Kurreaktion während der Behandlung fehlt.

Die Ergebnisse der Untersuchungen erweisen eine Möglichkeit und Zweckmäßigkeit der Verwendung von sulfidhaltigem Schlamm bei Komplexbehandlung von Patienten mit unterschiedlichen Pathologien. Die Methodiken der Peloidtherapie werden durch noch eine effektive Methode der Behandlung von Patienten unterschiedlichen Kategorien ergänzt.

 

Empfehlungen zum Gebrauch von sulfidhaltigem Heilschlamm aus der Meeresbucht Siwasch

Der schwefelhaltige Schlamm aus der Meeresbucht Siwasch kann unter ambulatorischen, häuslichen Bedingungen und in Heilstättenkur zur effektiven Behandlung von verschiedenen Patientenkategorien verwendet werden. Aufgrund der Prüfungen, die in der klinischen Abteilung des Forschungs- und Entwicklungsinstituts für medizinische Rehabilitation und Kurortwissenschaft des Ministeriums für Gesundheitsschutz der Ukraine durchgeführt wurden, wurden Methodiken zur Anwendung von Schlammbehandlung ausgearbeitet, sowie Anzeigen und Gegenanzeigen zur Anwendung bei verschiedenen Erkrankungen festgelegt.

 

Hauptanzeigen zur Anwendung von sulfidhaltigem Schlamm

Unter Berücksichtigung der, mit der Verwendung von sulfidhaltigem Schlamm verbundenen positiven Dynamik von durchgeführten Klinik- und Laboruntersuchungen bei Patienten unterschiedlicher Kategorien wurden folgende Hauptanzeigen festgestellt:

Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates:

  • Primäre Arthrose (Polyarthrose, Oligoarthrose, Monarthrose) und sekundäre Arthrose (wegen Dysplasie, Arthritis, Traumen, Statikstörungen und Hyperbeweglichkeit);

  • Wirbelsäulenosteochondrose, Spondylose, primäre und sekundäre Spondyloarthrose (wegen Dysplasie, Traumen, Statikstörungen und Hyperbeweglichkeit);

  • Rheumatische Arthritis oder Polyarthritis in nicht aktiver Phase mit minimaler Aktivitätsstufe, bei funktioneller Insuffizienz max. II Grades;

  • Ankylosierende Spondyloarthritis (Morbus Bechterew oder Bechterew Krankheit) in Remissionsphase oder bei minimaler Prozessaktivität;

  • Reaktive Arthritis (postvakzinale Arthritis, nach nasopharyngealer Infektion, nach Injektionen, etc.) in der chronischen Phase;

  • Folgezustand der überstandenen rheumatischen Arthritis oder Polyarthritis (min. in 8-10 Monaten nach akuten oder starken Herzschmerzen, bei Abwesenheit von rheumatischen Prozessen oder bei ihren minimalen Aktivität, bei Kreislaufinsuffizienz max. I Grades);

  • Folgezustand des Knochen- und Gelenkbruches mit verzögerter Konsolidierung;

  • Zustand nach Gelenken- oder Wirbelsäulenoperationen (nach Entfernung des Meniskus, Exostosen, bei postlaminektomischem Syndrom, Zustand nach Diskusentfernung 2-3 Monate nach der Operation, 6 Monate nach überstandener Spondylose, 2-3 Monaten nach Laminektomie);

  • Kontrakturen: arthrogene, osteogene, neurogene und Narbenkontrakturen;

  • Erkrankungen um Gelenkgewebe (Myositis, Ligamentitis (Sehnenentzündung), Dupuytren-Kontraktur, Periarthritis u.a.).

Krankheiten von hepatobiliärem System (Leber und Galle betreffend)

 

Gegenanzeigen zur Anwendung von sulfidhaltigem Heilschlamm

  • Scharf ausgeprägte (akute) Synovitis;

  • Aktivität des II und III Grades bei rheumatoider Arthritis;

  • Akutes Schmerzsyndrom;

  • Akutes Schmerzsyndrom in Gelenken und Wirbelsäule unter den Rippen rechts liegend;

  • Allgemeine medizinische Gegenanzeigen zur Schlammanwendung.

 

Methoden der Anwendung von sulfidhaltigem Heilschlamm aus der Meeresbucht Siwasch:

  • Bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates kann der Schlamm in Form der warmen Applikationen bei der Temperatur von 38-42°C örtlich und segmentarisch verwendet werden und in Form der kühlen Applikationen bei der Temperatur von 28-30°C gemäß den aufgeführten Methodiken. Die Auswahl von Heilmethodiken wird jedoch durch klinische Krankheitserscheinung bestimmt. Im Fall der veralteten Prozessen ohne Entzündung bei Vorhandensein von Kontrakturen kann das warme Peloid mit Temperatur von 38-42°C verwendet werden. Die mit Arthrose verbundenen Entzündungen oder aktive Prozessen der rheumatoiden Arthritis bedürfen vorzugsweise kühle Applikationen mit Temperatur von 28-30°C.

  • Bei Erkrankungen von hepatobiliärem System können warme Schlammapplikationen bei der Temperatur von 38-42°C örtlich unter den Rippen rechts liegend und auf dem segmentären Bereich (Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule) oder als kühle Schlammapplikationen bei der Temperatur von 28-30°C gemäß den aufgeführten Methodiken angewendet werden.