Menu
slide

Willkommen bei SIVASH®! Hier finden Sie mineralreiche Heilerde, Badesalz und Magnesiumchlorid

Die Heilkraft aus dem Salzsee

slide

Willkommen bei SIVASH®! Hier finden Sie mineralreiche Heilerde, Badesalz und Magnesiumchlorid

Die Heilkraft aus dem Salzsee

slide

Willkommen bei SIVASH®! Hier finden Sie mineralreiche Heilerde, Badesalz und Magnesiumchlorid

Die Heilkraft aus dem Salzsee

Ganglion

Alles Wissenswerte zum Ganglion (Überbein)

Die wichtigsten Informationen über das Ganglion an einer Stelle: Definition, Beschreibung, Ursachen, Auftreten, Symptome, Diagnose und Behandlung.

Inhalt

1. Das Ganglion – eine weit verbreitete Erkrankung

Wenn sich an der Hand eine Beule bildet, so handelt es sich meist um ein Ganglion. Die umgangssprachlich auch als Überbein bezeichnete Ausstülpung ist harmlos, kann jedoch größer als eine Kirsche werden und in manchen Fällen Beschwerden verursachen. Meist bildet sich das Ganglion an der Hand, seltener tritt es am Fuß oder an anderen Körperstellen auf.

2. Ganglion oder Überbein?

Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Krankheitsbild. Die Bezeichnung „Überbein“ stammt aus der Zeit, in der vermutet wurde, dass es sich bei der Ausstülpung um eine knöcherne Struktur handelt. Obwohl man heute weiß, dass dem nicht so ist, hat sich der Begriff Überbein in der Umgangssprache gehalten. Der medizinische Fachbegriff für das Überbein lautet „Ganglion“.

3. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

3.1 Was ist ein Ganglion (Überbein)?

Ein Überbein ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Ausstülpung am Gelenk, seltener an einer Sehnenscheide. Meist tritt es an der Hand auf, bevorzugt am Handrücken. Auch Fingergelenke oder der Fußrücken können betroffen sein. Weniger häufig entwickelt sich ein Überbein am Knie und nur in Ausnahmefällen am Ellbogen, an der Schulter, Hüfte oder Wirbelsäule.

3.2 Welche Symptome zeigt das Ganglion?

Oft stellt die sichtbare Auswölbung unter der Haut das einzige Symptom dar. Die Zyste ist von weicher, prall-elastischer Konsistenz. Sie kann nur wenige Millimeter klein sein, jedoch auch einen Umfang von einigen Zentimetern erreichen. Obwohl die Erkrankung häufig beschwerdefrei verläuft, können in einigen Fällen Symptome wie Druckschmerzen, Bewegungseinschränkungen und Sensibilitätsstörungen auftreten.

3.3 Warum entsteht ein Überbein?

Die genaue Ursache für die Entstehung eines Überbeins ist bis heute nicht geklärt. Es wird vermutet, dass eine Bindegewebsschwäche die Bildung eines Ganglions fördert. Auch Gelenkerkrankungen, Überlastungen des Gelenks sowie frühere Verletzungen können eine Rolle spielen.

3.4 Welcher Arzt behandelt das Ganglion?

Je nach Fall und Therapieansatz behandelt ein Orthopäde oder Chirurg das Ganglion. Auch Heilpraktiker können mit alternativen Behandlungsmethoden helfen.

3.5 Wie wird das Ganglion diagnostiziert?

Die Diagnose Ganglion kann meist schon beim ersten Patientengespräch und der körperlichen Untersuchung gestellt werden. In manchen Fällen sind bildgebende Verfahren wie das MRT (Magnetresonanztomographie) nötig, um die Diagnose abzusichern.

3.6 Muss das Überbein behandelt werden?

Wenn das Überbein nicht stört und keine Schmerzen verursacht, muss es nicht behandelt werden. Manchmal verschwindet das Ganglion von alleine.

3.7 Welche Therapieformen sind vorhanden?

Sofern das Überbein keine Beschwerden verursacht, genügt in der Regel die Beobachtung der Geschwulst. Aus ästhetischen Gründen und bei leichten Beschwerden wird oftmals ein konservativer Therapieversuch mit Bandagen, Schonung des Gelenks und Physiotherapie unternommen. Auch die Behandlung des Ganglions mit Sivash-Heilerde ist vielversprechend und führt oftmals zu einem positiven Ergebnis. Bei starken und hartnäckigen Beschwerden bleibt das Absaugen der Flüssigkeit aus dem Überbein (Aspiration), nötigenfalls auch die Operation.

3.8 Prognose der Krankheitsentwicklung

Meist nimmt die Behandlung des Überbeins einen günstigen Verlauf, allerdings ist die Gefahr eines Rückfalls recht hoch – selbst bei mehrmaliger Behandlung und nach wiederholten Operationen.

4. Beschreibung von Ganglion

Ein Ganglion ist eine gutartige Geschwulst mit einem Umfang von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern. Die umgangssprachliche Bezeichnung „Überbein“ lässt zwar vermuten, dass es sich um eine knöcherne Ausbildung handelt, doch diese frühere Annahme ist längst korrigiert. Tatsächlich stellt das Ganglion eine Ausbuchtung dar, die mit zäher Flüssigkeit gefüllt ist.

Am weitesten verbreitet ist das Gelenkkapsel-Ganglion (auch: arthrogenes Ganglion), das mit Gelenkschleimhaut (Synovialflüssigkeit) gefüllt ist: Die weiche Knochenhaut stülpt sich durch eine Kapsellücke nach außen und füllt sich mit Gelenkschmiere. Die sichtbare Ausstülpung ist durch einen Stiel fest mit dem Gelenk verbunden und deshalb nur geringfügig verschiebbar. Die Haut darüber ist jedoch beweglich.

Seltener als das Gelenkkapsel-Ganglion ist das Sehnenscheiden-Ganglion (auch: tendinogenes Ganglion) anzutreffen. Bei dieser Form bildet sich die sichtbare Geschwulst aus der Synovialflüssigkeit einer Sehnenscheide.

Die Größe des Überbeins ist abhängig von der enthaltenen Flüssigkeit. Die Zyste kann den Umfang einer Erbse oder Kirsche annehmen und auch darüber hinaus gehen. Die Geschwulst ist als kugelförmige Erhebung sicht- und tastbar. Sie hat eine prall-elastische Konsistenz und erinnert an einen festeren Gummiball. Der Umfang eines Überbeins kann von alleine ab- oder zunehmen. Manchmal bildet es sich sogar ohne jegliche Behandlung völlig zurück.

Aus medizinischer Sicht zählen Überbeine zu den gutartigen Weichteil-Tumoren. Handelt es sich um ein eindeutig diagnostiziertes Ganglion, so steht zugleich fest, dass es nicht bösartig werden kann.

Äußerlich nicht sichtbar ist eine dritte Form des Ganglions, das eher seltene intraossäre Ganglion. Dieses Ganglion entsteht innerhalb eines Knochens und richtet sich – anders als die anderen Überbeine – nach innen.

5. Ursachen des Ganglions

Noch heute ist nicht eindeutig geklärt, weshalb Überbeine entstehen. Es gibt jedoch naheliegende Gründe, die je nach Einzelfall variieren. Oftmals löst die Kombination verschiedener Ursachen die Bildung eines Überbeins aus.

Häufig wird die Bindegewebsschwäche als (Mit-)Auslöser vermutet. Dies ist schon deshalb naheliegend, weil Frauen mit ihrem naturgemäß schwächeren Bindegewebe deutlich häufiger von der Erkrankung betroffen sind. Ein schwaches Bindegewebe begünstigt Risse und Auswölbungen an der Gelenkkapsel bzw. Sehnenscheide. Es treten zunächst kleine Zysten auf, die sich stetig vergrößern und schließlich als sichtbares Überbein in Erscheinung treten. Auch scheint bei einem Ganglion die Produktion von Gelenkflüssigkeit durch Zellen des Bindegewebes angeregt zu werden.

Fehl- und Überlastungen einzelner Gelenke gehören zu den weiteren möglichen Auslösern eines Ganglions. Einseitige und monotone Bewegungen begünstigen das Entstehen der Geschwülste vor allem im Bereich des Handgelenks. Des Weiteren entstehen durch altersbedingte Abnutzung Gewebeschäden, die ebenfalls zu einem Überbein führen können.

Frühere Verletzungen spielen eine weitere Rolle. Ein Unfall mit einem traumatischen Ereignis am Kapselbandapparat kann auch nach längerer Zeit die Entstehung eines Überbeins fördern.

In manchen Fällen kann die Zyste als Folge einer Grunderkrankung entstehen. Insbesondere Arthrose, Rheuma und Gicht sind Risikofaktoren zur Entwicklung eines Ganglions. Hier ist es wichtig, auch die auslösende Erkrankung zu behandeln.

6. Auftreten von Ganglion

Ganglien treten sehr häufig auf. Frauen sind wesentlich öfter betroffen als Männer. Als Grund dafür werden das von Natur aus schwächere weibliche Bindegewebe und die höhere Beweglichkeit der Gelenkkapseln vermutet. Der Altersgipfel liegt bei zwanzig bis vierzig Jahren, doch auch bei Kindern können die Zysten auftreten.

In rund 70 Prozent aller Fälle entstehen Überbeine im Bereich der Hand. Hier werden drei verschiedene Formen unterschieden:

  •    Das dorsale Ganglion tritt am Handrücken auf und ist die häufigste Form des Ganglions im Handbereich.
  •    Das volare Ganglion entwickelt sich auf der Handfläche nahe der Hauptschlagader.
  •    Das Sehnenscheidenganglion zeigt sich im Handbereich oftmals an den Beugesehnen der Finger.

Die sogenannten Ringbandganglien entstehen an den Ringbändern der Fingergelenke. Auch die Fingerendgelenke können betroffen sein: Diese meist als Folge einer Arthrose entstandenen Überbeine werden als Mukoidzysten bezeichnet.

Seltener entstehen Ganglien am Fuß oder Fußrücken und am Knie (Meniskus). Ellbogen, Hüften und Schultern sind nur in Einzelfällen betroffen.

7. Symptome des Ganglions

Zunächst fallen die Überbeine durch ihr optisches Erscheinungsbild auf. Sehr oft bleibt es dabei und es treten keine Beschwerden auf. Ist das der Fall, so handelt es sich um ein allein ästhetisches Problem, das aus medizinischer Sicht nicht behandelt werden muss.

Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass die Beschwerdefreiheit anhält. Im Lauf der Zeit, auch durch Vergrößerung der Zyste, können milde bis sehr starke Schmerzen auftreten. Die möglichen Gründe dafür sind vielfältig. Bewegungseinschränkungen durch die Geschwülste begünstigen Fehlhaltungen und einseitige Be- und Überlastungen, die wiederum Schmerzen hervorrufen. Auch die Schwellung selbst kann berührungsempfindlich und schmerzhaft sein. Manche Ganglien können Schmerzen bei Belastung und beim Aufstützen verursachen, beispielsweise das dorsale Ganglion am Handrücken, mit dem das Ausführen von Liegestützen kaum mehr schmerzfrei möglich ist.

Wird die Funktion von Sehnen durch die Ausstülpung beeinträchtigt, so kann daraus eine Sehnenscheidenentzündung entstehen. Selbst die Flüssigkeit innerhalb des Überbeins kann sich entzünden, woraus sich eine Infektion entwickeln kann.

Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl sind ein Zeichen dafür, dass das Ganglion einen Nerv behindert. Das ist oft bei Ringbandganglien an den Fingern der Fall: Durch kleine Zysten wird das Beugen und Strecken der Finger erschwert. Nervenkompressionen können auch bei Überbeinen an Händen und Füßen auftreten und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Nicht selten drücken Überbeine auf Gefäße und unterbrechen die Blutzufuhr oder lösen Blutungen aus. Befindet sich ein Ganglion am letzten Fingerglied, so kann es Druck auf die Nagelwurzel ausüben und eine Deformierung des Nagels verursachen.

8. Diagnose von Ganglion

Zeigt sich die Schwellung wie so oft im Bereich der Hand, so ist es ratsam, zur Untersuchung und Diagnose einen Handchirurgen aufzusuchen. Auch bei Überbeinen an anderen Körperbereichen liegt der Besuch eines Arztes nahe, der auf den jeweiligen Bereich spezialisiert ist. Generell ist man bei Verdacht auf ein Überbein beim Orthopäden richtig.

Im Patientengespräch (Anamnese) geht es darum, mögliche Ursachen wie Verletzungen, Überlastungen und Vorerkrankungen herauszufinden. Das sind wichtige Anhaltspunkte zur Diagnose und möglichen Therapie des Ganglions. Liegt beispielsweise eine bislang unerkannte Arthrose vor, so wird das Haupt-Augenmerk auf der Behandlung dieser Grunderkrankung liegen. Wichtig ist auch die Frage, ob die Geschwulst Schmerzen oder Beeinträchtigungen hervorruft, wie lange sie bereits besteht und ob schon in der Vergangenheit ähnliche Schwellungen auftraten.

Die körperliche Untersuchung: Das typische Erscheinungsbild und die Lokalisierung der Schwellung sind meist deutliche Hinweise darauf, ob ein Ganglion vorliegt oder nicht: Rund zwei Drittel der Überbeine befinden sich im Bereich der Hand und die Ausgestaltung der Zyste zeigt sich als pralles, elastisches, aber weithin unbewegliches Bällchen.

Um die Konsistenz des Inhalts der Ausstülpung zu beurteilen (flüssig oder nicht?), kann sie mit einer speziellen Methode durchleuchtet werden (Transillumination).

In manchen Fällen ist es nötig, die Diagnose eines Ganglions durch bildgebende Verfahren abzusichern und andere Erkrankungen auszuschließen. Beim Verdacht, dass ein „echtes“ Überbein vorliegt (Exostose), wird ein Röntgenbild angefertigt. Darauf wäre ein Ganglion zwar nicht sichtbar, sehr wohl jedoch eine Exostose an der Basis des dritten Mittelhandknochens (Carpal boss), die äußerlich von dem umgangssprachlichen Überbein kaum zu unterscheiden ist.

Die Ultraschalluntersuchung lässt Rückschlüsse auf Ausdehnung und mögliche Ursachen des Überbeins zu. Auch ein intraossäres Ganglion innerhalb des Knochens kann damit erkannt werden.

Die Magnetresonanztomographie (MRT) kommt bei Verdacht auf eine andere, womöglich bösartige Erkrankung zum Einsatz, jedoch nicht ausschließlich: Auch das mögliche Vorliegen einer Grunderkrankung wie der Arthrose kann damit überprüft werden. Außerdem macht das Verfahren die sehr kleinen Mikro-Ganglien sichtbar.

Soll die Beschaffenheit der Flüssigkeit selbst eingeordnet werden, wird eine Punktion per Nadelaspiration durchgeführt.

9. Behandlung des Ganglions

9.1 Konservative Behandlung

Die konservative Therapie kommt bei einem Ganglion immer dann in Frage, wenn es keine oder nur milde Beschwerden bereitet. Oft genügt es, die Entwicklung des Überbeins zu beobachten und eventuell ergänzend zu versuchen, es mittels Physiotherapie zurückzudrängen. Bewegungsübungen sind auch dann sinnvoll, wenn die Schwellung zwar symptomlos verläuft, jedoch vom kosmetischen Gesichtspunkt her als störend empfunden wird. Durch gezielte Physiotherapie wird unter anderem die (Unterarm-)Muskulatur gestärkt, was die Stabilisierung des Handgelenks bewirkt.

Die Ruhigstellung des betroffenen Gelenks (etwa durch Bandagen) ist vor allem dann sinnvoll, wenn Überlastung zur Entstehung des Ganglions geführt hat. Außerdem lässt sich eine Vergrößerung der Schwellung durch Ruhigstellung in den meisten Fällen verhindern. Zugleich ist es ratsam, die Ursachen der Überlastung zu erkennen und ausgewogene Bewegungsabläufe zu trainieren, um diesen auslösenden Faktor künftig auszuschalten.

Zur konservativen Behandlung zählen zudem Massagen und Einreibungen.

Die konservative Behandlung wird meist drei Monate lang durchgeführt. Danach wird anhand des Erfolgs besprochen, wie die Therapie des Ganglions am sinnvollsten fortzuführen ist.

9.2 Aspiration des Überbeins

Als Aspiration wird das Punktieren mittels einer Hohlnadel bezeichnet. Dabei wird Flüssigkeit aus einem Bereich abgesaugt – entweder mit dem Ziel der näheren Bestimmung (Diagnosemethode) oder mit der Absicht, den Körperbereich von der Flüssigkeitsansammlung zu befreien.

Wird die Flüssigkeit eines Überbeins mittels Aspiration entfernt, so ist das meist kurzfristig erfolgreich, jedoch nicht auf Dauer. Nach einer gewissen Zeit füllt sich das entleerte Ganglion meist erneut mit Synovialflüssigkeit. Um dieses Rezidiv zu verhindern, wird häufig Kortison oder ein anderes Medikament in den Hohlraum injiziert. In manchen Fällen wird durch Spritzen des Enzyms Hyaluronidase der Hauptbestandteil der Ganglion-Flüssigkeit (Hyaluronsäure) zerlegt.

Leider kann durch die Aspiration nicht zuverlässig verhindert werden, dass sich das Ganglion erneut mit Flüssigkeit füllt – bei mehr als der Hälfte der Patienten kommt es innerhalb eines Jahres zu einem Rückfall. Sollte der Erfolg über einen längeren Zeitraum anhalten, so kann die Methode erneut angewandt werden. Verletzungen von Gefäßen oder Nerven sowie das Auftreten einer Infektion sind bei dieser Methode relativ selten.

9.3 Operation des Überbeins

Wird durch die Aspiration kein nachhaltiger oder zumindest längerfristiger Erfolg erzielt, so wird oftmals zu einer Operation des Überbeines geraten. Bei der OP unterscheidet man zwei Methoden: die offene chirurgische Resektion (Entfernung) und den minimalinvasiven Eingriff mittels arthroskopischer Entfernung des Überbeins.

Die offene chirurgische Resektion wird unter gezielter örtlicher Betäubung (lokale Anästhesie) oder Betäubung des gesamten Arms durchgeführt (regionale oder Phlexus-Anästhesie). Auch bei der arthroskopischen Operation des Überbeins ist in der Regel keine Vollnarkose nötig. Allerdings ist es in vielen Fällen wichtig, eine Blutsperre anzulegen. Dadurch wird eine gute Sicht auf das OP-Gebiet ermöglicht und das Risiko einer Verletzung umliegender Sehnen, Gefäße und Nerven minimiert. Außerdem wird die Gefahr einer größeren Blutung reduziert. Eine Blutsperre ist vor allem bei Überbeinen am Handgelenk, Finger, Fuß und Fußrücken nötig.

Wichtig: Die Blutleere ist beim Entfernen eines volaren Ganglions unabdingbar, da es sich in direkter Nähe der Hauptschlagader der Hand befindet (Arteria radialis) und ohne Blutsperre eine hohe Verletzungsgefahr vorliegt. Hier ist neben der regionalen Betäubung eine Vollnarkose in Betracht zu ziehen.

9.3.1 Wann ist die Operation eines Überbeines indiziert? Was muss man wissen?

Das am häufigsten auftretende dorsale Ganglion kann sehr schmerzhaft sein und die Funktion des Handgelenks beeinträchtigen. Beim Versagen anderer Methoden liegt eine Operation zwar nahe, doch sollte bedacht werden, dass die Schmerzen dadurch nicht zwangsläufig komplett verschwinden. Dies gilt auch für das volare Ganglion.

Sollten die genannten Überbeine keine Beschwerden auslösen und aus rein kosmetischen Gründen entfernt werden, so ist zu bedenken, dass in diesem Fall eine rein optisch störende Schwellung durch eine optisch möglicherweise ebenso unschöne Narbe ersetzt wird. Wobei durchaus die Möglichkeit besteht, die Schwellung mit alternativen Methoden zu beseitigen, was bei einer Narbe nicht möglich ist.

Bei den kleinen Sehnenscheiden-Überbeinen dagegen bleiben eher unauffällige Narben zurück, da zur OP lediglich kleine Hautschnitte nötig sind. Aufgrund der erheblichen Druckempfindlichkeit durch ein solches Ganglion kann eine operative Entfernung indiziert sein, wenn andere Methoden nicht zum gewünschten Erfolg führten.

Auch bei mukoiden Zysten an den Endgliedern der Finger ist eine operative Entfernung oft die beste Möglichkeit, um Schäden des Nagelwachstums vorzubeugen.

9.3.2 Mögliche Komplikationen einer Ganglion-OP

Ist das Operationsgebiet nicht sehr gut einsehbar, etwa durch den Verzicht auf eine Blutsperre, so können Nerven oder Gefäße verletzt werden. Das volare Ganglion mit seiner direkten Nähe zur Hauptschlagader der Hand erfordert bei der Entfernung besonders akribisches Vorgehen, um eine Verletzung zu vermeiden.

Wird im Bereich der Füße eine OP in Blutleere mit anschließender Ruhezeit durchgeführt, so muss einer Thrombose bzw. Embolie vorgebeugt werden. Dazu dienen frühzeitiges Aufstehen, Bewegungsübungen, evtl. auch das Anlegen von Kompressionsstrümpfen und die Gabe eines Mittels zur Blutverdünnung.

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei einer Ganglion-OP Risiken. Dazu gehören Blutungen, Infektionen, Sehnenverletzungen und Schwellungen der Hand oder des betreffenden Fingers. Sollte ein Nerv im Bereich der Schnittstelle verletzt werden, kann ein elektrisierender Punkt im Narbenbereich die Folge sein. Eine Gewebeverletzung bei dem Eingriff kann zudem die Schmerzkrankheit Morbus Sudeck auslösen.

9.3.3 Rehabilitationszeit nach der OP

Nach der operativen Entfernung der häufigsten Ganglien im Handbereich, der dorsalen und volaren Überbeine, wird das Handgelenk durch eine Schiene zehn bis vierzehn Tage lang ruhiggestellt. Nach der Operation eines Sehnenscheiden-Ganglions wird die Wunde durch einen Verband geschützt.

Die operierte Hand sollte in den ersten 24 Stunden nach der OP auf Brusthöhe gehalten werden (Schlinge), um einer Schwellung vorzubeugen. Schmerzmittel sind meist nur am ersten Tag nach der Operation nötig. Nach rund zehn Tagen werden die Fäden der Nähte entfernt.

Der Zeitraum der Krankmeldung hängt von der Tätigkeit ab. Üblich sind zwei bis vier Wochen, bei besonders hoher Belastung der Hand bei der Arbeit kann eine deutlich längere Krankmeldung nötig sein.

9.3.4 Rezidivrate: Kommt das Überbein nach der Operation wieder?

Wird das Überbein bei der Operation nicht restlos entfernt (Kapsel mitsamt des kompletten Ganglion-Stiels), so ist die Gefahr eines Rezidivs sehr hoch. Doch selbst bei vollständiger Entfernung aller Bestandteile des Ganglions liegt die Rezidivrate bei 15 bis 20 Prozent.

9.4 Ganglion-Behandlung: Operieren lassen oder doch nicht?

Aus medizinischer Sicht kommt die operative Entfernung eines Überbeins allenfalls bei erheblichen Beschwerden und nach erfolglosen Versuchen der konservativen Therapie und der Punktion in Betracht. Da die Rezidivrate selbst nach mehrfachen Operationen mit 15 bis 20 Prozent sehr hoch ist, stünde der chirurgische Eingriff bei symptomlosen Überbeinen kaum im Verhältnis zum erwartbaren Erfolg. Auch bei bestehenden Beschwerden durch das Ganglion ist es ratsam, vor einem operativen Eingriff mitsamt seiner Risiken und hohen Rezidivrate konservative und alternative Möglichkeiten auszuschöpfen.

9.5 Ganglion-Behandlung: Alternative Behandlung mit Sivash-Heilerde ohne OP

Zur alternativen Behandlung eines Überbeins ist die Sivash-Heilerde sehr gut geeignet. Das natürliche Produkt Heilerde wird seit langer Zeit und in aller Welt in vielen Anwendungsbereichen bei inneren und äußeren Störungen und Erkrankungen geschätzt. Die Sivash-Heilerde ist gebrauchsfertig und wird als Paste aufgetragen.

Zur Linderung der Beschwerden bei einem Ganglion sowie zur Verkleinerung bzw. Beseitigung eines Überbeins werden mindestens 15 Anwendungen in Form von Umschlägen empfohlen. Die tatsächliche Dauer bis zum Erfolg der natürlichen Therapie ist indes variabel. Viele Klienten berichten von einer Wirkung schon nach wenigen Anwendungen, bei anderen Betroffenen stellt sich der Erfolg erst nach Wochen oder Monaten der konsequenten Therapie ein.

10. Fazit: Vor der Entscheidung zu einer OP sollten alternative Behandlungen ausprobiert werden

Alternative Heilmethoden sind seit Menschengedenken bewährt und kommen in praktisch allen Bereichen der Medizin erfolgreich zur Anwendung. Oftmals können dadurch chirurgische Eingriffe vermieden werden. Dies trifft auch auf die Behandlung von Überbeinen zu. Aufgrund der unsicheren Erfolgsprognose einer Ganglion-Operation sowie der erheblichen Operationsrisiken ist es ratsam, vor einer solchen Entscheidung alternative Heilmethoden auszuprobieren.

11. Quellen-Angaben

No Comments

    Leave a Reply